Fällst du heute noch ins gleiche Zielgruppen-Cluster wie vor ein paar Jahren?
Warum Demografie allein nicht ausreicht: Kilian erläutert wie AIlon Lebensrealitäten jenseits von Alter und Geschlecht sichtbar und targetierbar...
Wenn Budgets unter Druck stehen, entscheidet nicht mehr der einzelne Kanal über Erfolg – sondern wie sauber Daten, Kreation und Media ineinandergreifen.
Ausschlaggebend ist eine durchgängige Datenlogik, aus der eine klare Entscheidungslogik für Strategie, Kreation und Media ableitbar ist. Wenn alle drei auf derselben strukturierten Grundlage aufbauen, greifen sie endlich zusammen, statt nebeneinander zu arbeiten. Dann werden Kampagnen nicht nur effizienter, sondern zum echten Wachstumstreiber.
Von der Theorie zur Praxis: Wie aus Daten eine belastbare Entscheidungsstruktur entwickelt wird, zeige ich in diesem Artikel – Schritt für Schritt, an der Beispiel-Zielgruppe: Elektroauto-Interessierten in Deutschland.

Danke ChatGPT für das schöne Intro-Bild
Stell dir vor, du bist ein Elektroauto-Unternehmen und willst in den deutschen Markt. Du hast ein solides E-Auto in der Produktion, aber keine belastbare Vorstellung davon,
Genau dafür nutzen wir AIlon:
Wir definieren eine Zielgruppe, AIlon analysiert sie automatisiert, wir bekommen die Ergebnisse in klaren Daten-Ansichten zurück. Anschließend leiten wir daraus Strategie, Kreation und Media/Targeting ab. Schritt für Schritt, ohne uns in den tausenden von Datenpunkten zu verlieren.
Hinweis: Die Zahlen/Beispiele im Artikel sind exemplarisch für diese modellierte Zielgruppe. Je nach Modellierung, Zeitraum oder Filter können sich Werte unterscheiden.
Legen wir los.
Bevor wir in die Daten eintauchen, hier die Vorgehensweise, wie wir Schritt für Schritt eine Zielgruppe ganzheitlich auswerten. Wie sieht sie aus, was interessiert sie, wie spreche ich sie an.
Die Definition unserer Zielgruppe
„E-Auto-Interessierte“ = alle Personen mit überdurchschnittlichem Interesse an Elektroautos.
Wichtig: Diese Zielgruppe ist bewusst breit (alle Personen, die ein Interesse am Thema Elektroautos besitzen). Für eine Markterkundung willst du zuerst das Gesamtfeld verstehen. Später kannst du für Kampagnen gezielter vorgehen und bspw. analysieren:
Bevor wir in die Analyse gehen, definieren wir unsere Leitfragen. Was wollen wir erreichen? Welche Aspekte und Merkmale möchten wir über die Zielgruppe besser verstehen?
Unsere drei Standardfragen sind meistens:
Alter, Bildung, Lebenskontext, Urbanität, Wohlstand, Region
Werte, Motive, Lifestyle, Kauf-/Entscheidungslogiken, Persönlichkeit
Kanäle, Mediennutzung, Kontext-/Markenumfelder, Targeting-Optionen je Plattform
Übersicht
Demografie & Geografie
Einstellungen & Verhalten
Marken & Medien
Targeting
Egal ob Übersicht, Demografie oder Targeting: Wir arbeiten in jedem Bereich gleich:
(a) Das Vorgehen → (b) Was sehen wir? → (c) Was bedeutet das?
Bereich 1: Übersicht
(a) Wie gehen wir vor?
(b) Was sehen wir?

Auswertung des Bereichs "Übersicht" für die Zielgruppe E-Auto-Interessierte
Für die Zielgruppe „E-Auto-Interessierte“ sehen wir:
(c) Was bedeutet das?
Das reicht uns schon für diesen Bereich. Gehen wir weiter in den zweiten Abschnitt "Demografie & Geografie".
Bereich 2: Demografie & Geografie
(a) Wie gehen wir vor?
(b) Was sehen wir?

Auswertung des Bereichs "Demografie"
Demografie:
Geografie (hier am Beispiel unseres Zusatzmoduls "Geografie+"):

Mit Geografie+ können Zielgruppe auf PLZ und Mikro-PLZ Ebene betrachtet werden und erlauben so eine feingranulare Analyse der geografischen Verteilungen von Zielgruppen.
(c) Was bedeutet das?
Bereich 3: Einstellungen & Verhalten
Hier entstehen die Insights, die später Strategie und Kreation tragen. Das ist der Bereich, in dem man sich am leichtesten „verliert“. Deswegen ist hier unser Vorgehen besonders wichtig.
(a) Wie gehen wir vor?
Regel 1: Affinitäten nie blind nach Index lesen.
Wir kombinieren immer Index + Anteil/Abdeckung.
Warum? Ein Merkmal kann einen Index von 300 haben, aber nur 3% Abdeckung (Siehe Regel 2). Sieht dann dramatisch aus, ist aber für die breite Ansprache meist nicht relevant.
Regel 2: Relevanzschwelle setzen (z. B. ≥ 20% Abdeckung).
Beispiel: „Verlobungsringe“ kann in jungen Zielgruppen stark indexieren, ist aber oft nur ein Mini-Segment.
Regel 3: Clustern statt Listen.
Wir bauen aus den Top-Merkmalen Themencluster, um die Lebenswelt der Zielgruppe besser greifen zu können.
Regel 4: Start in Werte/Lifestyle/Freizeit.
Erst Lebenswelt greifen. Dann spezifisch in benötigte oder interessante Merkmale vertiefen (z. B. in unserem Fall Auto-Kaufkriterien).
Praktisch im Dashboard:
Wir gehen in Vorlieben & Abneigungen und arbeiten bevorzugt in der Tabelle, weil wir dort schnell sortieren, scannen und filtern können
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Wichtig: Wir stellen in der Tabelle den Anteil in der Zielgruppe auf mindestens 20% ein, um ausschließlich relevante Merkmale zu betrachten und keine kleinen Ausreißer. Außerdem, für den Anfang, stellen wir die Kategorien ein auf ausschließlich Werteorientierung, Lifestyle und Freizeit & Hobby, da wir darüber am besten das Leben der Zielgruppe verstehen können.
(b) Was sehen wir?
Wir schauen uns (grob) die ersten ~50 relevanten Merkmale an und ordnen sie in Oberkategorien ein. Hier sind die ersten 50 Merkmale in Screenshots dargestellt:
Für unseren Case ergibt sich sehr klar:
Themencluster 1: Technologie-Aufgeschlossenheit
Beispiel-Affinitäten:
Interpretation im Cluster:
E-Auto-Interessierte besitzen ein breites Technologie- und Modernisierungs-Mindset.
Themencluster 2: Premium-, Marken- & Qualitätsorientierung
Beispiel-Affinitäten:
Interpretation im Cluster:
Die Zielgruppe ist überdurchschnittlich markenbewusst und qualitätsorientiert. Nicht zwingend „Luxus“, aber klar „besser statt billig“.
Themencluster 3: Auto- & Mobilitätsorientierung
Beispiel-Affinitäten:
Interpretation im Cluster:
Autos sind für diese Menschen nicht „nebensächlich“, sondern eine wichtige Kategorie (und Teil der Identität/Alltagslogik).
Themencluster 4: Reise & „unterwegs sein“
Beispiel-Affinitäten:
Interpretation im Cluster:
Hohe Reiseintensität, „unterwegs sein“ als Lebensstil.
Zusatz: Persönlichkeit
Im Bereich Persönlichkeit im Dashboard sehen wir außerdem:

Mit den folgenden Persönlichkeits-Keywords:

Diese Persönlichkeit bedeutet für uns heruntergebrochen:
(c) Was bedeutet das?
Aus den vier Clustern kannst du eine sehr greifbare „Ansprache-Landkarte“ bauen:
Technologie-Aufgeschlossenheit
Premium-/Qualitätsorientierung
Auto- & Mobilitätsorientierung
Reise & Urlaub
Wenn Offenheit + Extraversion hoch sind, arbeiten oft folgende Mechaniken gut:
Motive
Tonalität
(a) Vorgehen
Mediennutzung
Marken
(b) Was sehen wir?
Was sehen wir in der Mediennutzung:

Was sehen wir in der Markenwelt bzw. den Marken-Interessen:

(c) Was bedeutet das?
Hier wird’s operativ: Wir übersetzen Zielgruppenprofil in Targetings für unterschiedliche Plattformen.
(a) Vorgehen
In AIlon können wir für jede Zielgruppe Targetings für unterschiedliche Plattformen berechnen.
Was passiert dabei?
Wir nutzen die auf der jeweiligen Plattform verfügbaren Merkmale und berechnen, welche Kombinationen notwendig sind, um die Zielgruppe möglichst gut zu erreichen.
Wir bewerten jedes Targeting mit zwei Metriken:
Und wir orientieren uns typischerweise an drei Zonen:

(b) Was sehen wir?
Wir sehen für unterschiedliche Kanäle konkrete Targetings und wie die dahinterliegenden Targetingattribute miteinander kombiniert werden müssen.
Beispiel: Ein mögliches Hybrid-Targeting auf Meta könnte sein:

(c) Was bedeutet das?
Wenn du die 5 Bereiche sauber durchgehst, bekommst du keine Datenliste, sondern einen ganzheitlichen Überblick, der sich direkt in konkrete Handlung übersetzen lässt:
1) Strategie
2) Kreation
3) Media & Aktivierung
Lass uns gemeinsam schauen, welche ungenutzten Potenziale in deinen Daten schlummern. Schreib mir eine Nachricht für einen Deep Dive.
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