Eine (holprige) Reise durch den Marketing-Alltag
Stellen wir uns ein typisches Szenario vor: Ein Marketingteam eines Konsumgüterunternehmens steht am Anfang der Jahresplanung. Der Auftrag ist klar – ein neues Produkt soll auf den Markt gebracht werden. Das Budget ist solide, aber nicht verschwenderisch: 300.000 Euro. Die Erwartung: maximale Wirkung mit minimalem Streuverlust. Doch bereits im ersten Schritt beginnt der Weg holprig.
Phase 1
Marktpotenziale erkennen – mit begrenztem Blick
Die klassische Marktanalyse liefert zwar erste Kennzahlen – Reichweiten, Share of Voice, Mitbewerberverhalten. Doch die wirklich entscheidenden Fragen bleiben unbeantwortet:
- Wer treibt die Kategorie wirklich?
- Wo liegt das ungehobene Potenzial?
- Welche emotionalen Trigger wirken?
Was fehlt, ist ein Zugang zur Lebensrealität der Konsument:innen – nicht in Form allgemeiner Trends, sondern in Form konkreter Verhaltensmuster, Interessen und Bedürfnisstrukturen. Genau hier entsteht der erste systemische Bruch: Die Marktanalyse ist oft zu weit weg vom Menschen, zu nah an statischen Reports.
Phase 2
Zielgruppen definieren – mit veralteten Annahmen
Weiter im Prozess wird eine Zielgruppe skizziert. Die letzte Persona-Präsentation stammt aus dem Vorjahr, basierte auf einer qualitativen Befragung mit 20 Personen – angereichert mit Excel-Daten aus dem CRM. Viel Bauchgefühl, wenig Präzision. Trotzdem muss nun auf dieser Basis ein Mediaplan entstehen. Und hier beginnt der zweite Bruch:
Obwohl Technologien für Zielgruppenmodellierung existieren, fehlt ein einheitliches System, das diese Modelle wirklich mit aktuellen, repräsentativen Daten verknüpft – und gleichzeitig medienübergreifend nutzbar macht.
Phase 3
Mediaplanung – im Blindflug zur Aktivierung
Die Agentur arbeitet mit eigenen Tools, der Kunde mit anderen – und die DSPs fordern wieder andere Datenformate. Die ursprünglich definierte Zielgruppe wird mehrfach „übersetzt“, vereinfacht, angepasst. Am Ende wird aktiviert, was technisch möglich ist – nicht, was strategisch ideal wäre.
Der dritte Bruch ist da: Zwischen Planung und Aktivierung klafft eine Lücke. Zielgruppenwissen versickert im Prozess, präzise Insights gehen verloren, Streuverluste steigen.
Was wäre, wenn…
der Datenfluss nicht abreißen würde?
Was, wenn die Marktanalyse, Zielgruppenmodellierung und Mediaplanung nicht drei isolierte Systeme wären – sondern auf einem konsistenten Datenkern beruhen würden?
Was, wenn jede Persona nicht nur eine hübsche Präsentation, sondern ein realitätsnahes, algorithmisch gestütztes Profil wäre?
Was, wenn Aktivierung nicht der Moment wäre, in dem Komplexität reduziert werden muss – sondern der Punkt, an dem sie erstmals ihr volles Potenzial entfaltet?
Ein integrierter Ansatz
Datengetrieben von Anfang bis Ende
Mit einer Plattform wie AIlon wird diese Vorstellung Realität. Statt sich auf einzelne Tools mit begrenztem Fokus zu verlassen, basiert die gesamte Marketingarbeit – von der Marktbeobachtung über die Zielgruppendefinition bis zur Aktivierung – auf einem einheitlichen Datenmodell.
Das verändert die gesamte Wertschöpfungskette:
-
Marktanalyse wird zu einem explorativen, hypothesenfreien Prozess – nicht als Reporting, sondern als strategischer Kompass.
-
Zielgruppenmodellierung erfolgt auf Basis von über 70.000 Merkmalen und wird kontinuierlich mit realen digitalen Verhaltensdaten angereichert.
-
Segmentierung identifiziert präzise Subgruppen – psychografisch, thematisch oder entlang von Markeninteressen.
-
Mediaplanung und Aktivierung greifen direkt auf diese Daten zu – ohne Verluste, ohne Umwege, aber mit maximaler Zielgenauigkeit.
Das Ergebnis
Weniger Streuverlust. Mehr Wirkung. Bessere KPIs.
Die Wirkungen sind messbar: niedrigere Akquisitionskosten, höhere Konversionsraten, geringerer Aufwand in Abstimmungen und Umformatierungen. Und vor allem: ein besseres Verständnis darüber, wer erreicht wird – wie und warum.
Daten sind in diesem Prozess kein Nebenprodukt mehr, sondern gemeinsamer Nenner – für Strategie, Kreation und Media.
Und das Budget? Es wird nicht einfach „verbraucht“, sondern präzise eingesetzt – entlang der echten Potenziale.
Fazit
Nur ein durchgängiger Datenfluss bringt echte Effizienz
Marketingverantwortliche, die die Herausforderungen von heute meistern wollen, müssen ihren Stack nicht unbedingt vergrößern – aber sie müssen ihn vernetzen. Nur wenn Daten in jeder Phase konsistent verfügbar sind, können Zielgruppen wirklich verstanden und präzise aktiviert werden.
Die Zukunft des Marketings ist nicht technologiegetrieben – sondern datenlogisch organisiert. Und das beginnt mit der richtigen Struktur.